Is zwar schon Asbach hier, aber ich geb auch nochmal meinen Senf dazu:
Zunächst solltest du deine Fingernägel auf die richtige Länge bringen, diese ist primär abhängig vom Winkel, mit welchem du deine Finger zu den Saiten stellst und der Bewegung, die du beim Anschlag ausführst. Wenn du den Fingernagel dann auf eine Länge gebracht hast, musst du die Ecken anpassen, hierbei kann dir folgendes helfen:
Finger an die Saite anlegen (am besten mit dem 'Standardschema', also i-Finger auf der G-Saite, m-Finger auf der H-Saite, a-Finger auf der E-Saite). jetzt lässt du deinen Finger so weit vorrutschen, dass die Saite zwischen Finger und Nagel rutscht (Idealerweise sollte das nicht leicht sein). Wenn du jetzt anschlägst und die Saite noch mitgezogen wird, bevor sie frei schwingt, musst du noch etwas von der Ecke wegmachen. Idealerweise rutscht sie bei der kleinsten Bewegung mit sehr wenig Widerstand am Fingernagel entlang und sollte etwa ab der Hälfte deines Fingernagels den Kontakt verlieren. Man muss halt die goldene Mitte finden zwischen wenig Ton weil zu kurz und zuviel 'Geploink' weil zu lang

Auch zu beachten ist die Form deines Fingernagels. Wenn dieser sehr gekrümmt ist, also fast U-förmig (ist meist eher beim a-Finger der Fall), benötigst du nur sehr wenig Eckfläche und kannst den Nagel im Prinizip 'rund' feilen.
Zur Pflege empfehle ich zunächst das übliche Feilen mit einer Nagelfeile und danach ein kurzes 'polieren' mit Schmirgelpapier (Gibt es z.B. beim Malerbedarf in einer Körnung von 1500+), das passt sich der Nagelform an und hilft dir dabei, dass dein Nagel eine gleichmäßige Oberfläche bekommt.
Grüße,
Max