Author Topic: Akustik im Proberaum verbessern  (Read 880 times)

Offline Jan

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« Reply #15 on: September 09, 2011, 14:48:04 pm »

Musikerecke

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« Reply #15 on: September 09, 2011, 14:48:04 pm »

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« Reply #16 on: September 10, 2011, 18:11:20 pm »
Jaja, das Alter...

Die Planung schreitet voran, zumindest auf meinem Schreibtisch, ich möchte meinen Bandkollegen was handfestes vorschlagen können.

Sehr gute Nachricht: der Schreiner sponsert uns das Holz, hat da momentan wohl genug Verschnitt zur Verfügung! Das ist natürlich der absolute Knaller und spart Kosten. Was auch nötig ist, denn Dämmaterial ist sehr teuer. Ich habe per Email ein Angebot angefordert, nach Liste liegt der Bedarf bei etwa 200 €. Dabei habe ich die Absorber schon etwas kleiner dimensioniert, weil das Dämmmaterial gerne in dem Format 1.20 x 0.625 m vorliegt. Mit drei Matten übereinander wird ein Absorber dann 1.20 x 1.90 x 0.30 m.
Die Teichfolie liegt bei 56.40 €, Bespannungsstoff bei 40.95 €. In der Summe kommen wir also wieder an die 300 € Marke. Pro Stück relativieren sich aber die Kosten, der Bassresonator liegt bei 55.56 €, der Breitbänder bei 26.21 €, das finde ich schon recht günstig. Gut, normalerweise müsste man dann noch das Holz mit einrechnen, was auch noch fehlt sind die ganzen Eisenwaren.
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« Reply #17 on: September 12, 2011, 21:14:49 pm »
Uns läuft die Zeit etwas davon... Morgen Abend bekommen wir erst die neue Tür für unsere "Schleuse", d.h. am Mittwoch können wir selbige erst verbauen, erst danach kann für die Gig am Samstag geprobt und geübt werden. Ziemlich übel bei 4 Wochen Zwangspause. Geht aber leider nicht anders, haben grad mal ein paar Messungen zum Test gemacht. Wenn ich Schlagzeug spiele komme ich an die 108 db(A), hinter der Tür sinds dann noch 80. Bis zum nächsten Balkon sinds dann zwar noch ein paar Meter aber das ist noch zuviel.

Offline Jan

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« Reply #18 on: September 12, 2011, 22:59:35 pm »
Du willst den Raum doch zu einem 4-Eck abtrennen oder? Aus was besteht die Schleuse/Tür, aus Holz?

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« Reply #19 on: September 13, 2011, 10:54:56 am »
Nein, ein 4-Eck habe ich zwar auch überlegt, dann aber verworfen, da man dann einen Vorraum hätte, wo viel gelagert wird, aber beim Proben nicht eingesehen werden kann. Da man auch nicht hören wird wenn jemand rein kommt (gut, man könnte abschließen), haben wir diese Idee wieder verworfen. Der Raumeindruck würde auch subjektiv kleiner.
Wir werden einfach eine Rigips-Wand (doppelt beplankt, mit Steinwolle gefüllt) direkt hinter die Eingangstür setzen. Diese sitzt selber in einer ca. 20 cm tiefen Mauerwerkzarge. Diese Zarge verschließen wir einfach und bauen da eine zweite Tür ein, das wird eine Stahltür, mal gucken welches Kaliber wir uns da leisten werden. Hier kann mans ein bisschen erkennen:



Wir versuchen also das Prinzip "Deckel drauf", das dürfte auch am Einfachsten sein. Leider hat der Vermieter, wie im Bild zu sehen, den Strom relativ nah an diese Kante gelegt, eigentlich wollte ich die Wand bis zum Ende durchziehen, irgendwas ist ja immer...
« Last Edit: September 13, 2011, 10:57:13 am by Charmaquest »

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« Reply #20 on: September 13, 2011, 20:35:16 pm »
Hmm, also bei einer alten Band von mir haben wir mal einen komplett neuen Proberaum mit so Noppenschaum "ruhiggestellt". Das war ziemlich dicker Schaumstoff mit großen Noppen in breiten, langen Bahnen, den haben wir dann halbwegs passend zugeschnitten und die Wände zugekleistert damit. Am Ende haben wir nur 3 Wände gemacht und einen Vorhang über 2 Stangen hübsch über die Decke gehängt, sonst wäre der Raum tot gewesen, hatte dadurch aber einen absolut schönen Klang. Kosten waren mit ca 200€ noch human.

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« Reply #21 on: September 13, 2011, 23:16:34 pm »
Von Noppenschaumstoff halte ich nicht ganz so viel. Die Noppen sehen ein bisschen "akustisch hipp" aus, bringen effektiv aber gar nicht so viel (mehr). Wirklich tief gehen poröse Absorber auch einfach nicht, bzw. müssen die absurd dick sein um auch im Bassbereich zu greifen, ohne Resonatoren geht da eigentlich nix. Dafür benutzt man dann meist zu viel von dem Schaumstoff und dämmt sich den Raum oben hin tot und im Bassbereich geht die Luzi ab.
Naja, das ganze Baumaterial ist jetzt im Proberaum, vielleicht schaffe ich es morgen Vormittag / Mittag die Trennwand samt Tür soweit fertig zu bekommen dass wir schon am Abend proben können. Drückt mir die Daumen...

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« Reply #22 on: September 15, 2011, 11:33:25 am »
Trockenbau, argh, schon 10 Jahre her dass ich im Zivildienst mit dem Kram gearbeitet habe. Sind gestern dann auch noch nicht fertig geworden. Aber Ständerwerk steht, Zarge ist eingesetzt und ausgeschäumt. Heute Nachmittag wird dann mit Glaswolle gefüllt und mit Gispkarton beplankt, dann sollte der ersten Probe heute Abend nichts mehr entgegen stehen. Innenakustik wird dann später gemacht wenn ein bisschen mehr Zeit ist.

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« Reply #23 on: September 22, 2011, 17:19:31 pm »
Also für mein Nicht-Profi-Gehör hat der Noppenschaum in Verbindung mit dem Vorhang den drittbesten Proberaumsound gemacht, den ich bislang gehört habe. Klar, übertreiben darf mans nicht, und es kommt sicher auf den Raum an sich an, aber ich muss auch sagen, dass ich mir nie Glaswolle in den Raum hängen würde. Da juckt es mich schon beim Gedanken, das irgendwo ausrollen zu müssen...

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« Reply #24 on: September 22, 2011, 22:26:25 pm »
Nicht falsch verstehen, Noppenschaumstoff funktioniert bestimmt, normaler Schaumstoff würde aber bestimmt die gleichen Ergebnisse liefern.

Ansonsten sind wir noch rechtzeitig zur Probe mit der Trennwand fertig geworden, ist bisher zwar nur einseitig beplankt, aber 20 dB haben wir dadurch auf jeden Fall schon gewonnen, zum Proben reichst erstmal.
Dafür geht innen leider noch viel zu viel ab, das Drumset scheppert wie Sau (auch wenn ich vorsichtig spiele), Basser hört sich schlecht, das übliche... ;) Von daher sind die akustischen Maßnahmen von meinen Kollegen genehmigt worden, allerdings werden wir aus Kostengründen doch auf Glaswolle statt auf Hanf setzen, letzteres kostet einfach das dreifache. Besonders gerne arbeite ich mit dem Zeug auch nicht, man kann es aber in dünne (Frischhalte-)Folie einpacken, bekommt man auch im Baumarkt in größeren Rollen. Dann staubt es nicht, die Partikel sind zwar nicht mehr sooo bedenklich, aber kratzen tuts trotzdem wenns rumfliegt.
Wenn wir die Absorber bauen werde ich noch ein paar Fotos machen, ich bin zuversichtlich dass das ganz amtliche Teile werden.

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« Reply #25 on: October 02, 2011, 13:35:46 pm »
Getan hat sich noch nichts, ist gut und schlecht. Ich hab nämlich einfach mal gefragt ob ich mir das Projekt "Optimierung der Proberaumakustik" nicht als Schein fürs Studium anrechnen lassen kann. Ich kann! :-) Ich treffe mich nächste Woche mit dem Prof. und dann besprechen wir die Details. Ich werde das ganze mit Fotos, Formeln, Messungen und Erklärungen dokumentieren, fertig ist mein Schein.
Nächste Woche geht's dann aber WE weiter, Freitag haben wir den letzten Gig der Saison, am Samstag werde ich dann mit unserem Gitarristen den Prototypen für den Absorber bauen.

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« Reply #26 on: October 15, 2011, 19:17:56 pm »
Es geht voran, wir haben heute viel gewerkelt und die Gehäuse sind soweit fertig, der erste Resonator hängt schon an der Wand. Messequipment liegt auch schon bei mir zu Hause, Software wird morgen installiert und getestet. Ich denke als nächstes stelle ich dann die fertige Dokumentation online, dann wird's auch Fotos und eine ausführlichere Bauanleitung geben.

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« Reply #27 on: October 17, 2011, 10:02:47 am »
Freu mich drauf!

Musikerecke

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« Reply #27 on: October 17, 2011, 10:02:47 am »


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